Marokko
und
Deutschland

Die Inbetriebnahme des Zentrums:
Unser marokkanischer Partner AMEJ hatte umgehend nach der Einweihung im Juni mit den erforderlichen Vorbereitungen begonnen, um mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 mit der eigentlichen pädagogischen und sozialen Arbeit beginnen zu können.
Eine wichtige Voraussetzung war der Personalbestand: Für die Erfüllung der Aufgaben wurden dem Zentrum 12 technische und administrative MitarbeiterInnen zur Verfügung gestellt, fünf durch das marokkanische Ministerium für Jugend und Sport und sieben durch die Kommune Rabat-Hassan. Außerdem gibt es noch 6 freiwillige MitarbeiterInnen (1 Arzt, 1 pädagogischer Berater, 1 juristischer Berater und 3 SozialarbeiterInnen).
AMEJ hat nun mit Beginn des Monats Oktober offiziell das Zentrum in Betrieb genommen und uns hierüber einen ersten Bericht übersandt (Stand: Oktober 2002):
Die ersten 11 Mädchen, die aus notleidenden Familien stammen, wurden in das Zentrum aufgenommen. Ihre Familien wurden kontaktiert, um Informationen bezüglich des familiären und sozialen Umfeldes zu bekommen. Dank der Kontakte der Sozialfürsorgerin des Zentrum mit der nationalen Erziehungsbehörde konnten 2 Mädchen bereits wieder in ihre Schule integriert werden. Die Sozialfürsorgerin hilft ihnen bei der Überwindung der familiären und der Schulischen Probleme. Die anderen 9 Mädchen erhalten im Zentrum eine berufliche Ausbildung in der Schneiderei und Näherei, sowie eine Umschulung.
Auf Bitten der Bewohner des Stadtteils, in dem sich das Zentrum befindet, wurde ab dem Monat November 2002 eine Klasse für die Einführung in „Informatik“ zugunsten eingeschulter Mädchen aus einfachen Familien eröffnet.
Das Zentrum fasst außerdem die Durchführung eines „Runden Tisches“ zwischen dem päda-gogischen Team des Zentrums und anderen Experten im Bereich der Erziehung und des Schutzes von Kindern in’s Auge. Soviel zur Inbetriebnahme des Zentrums in Rabat.
Unsererseits hatten wir 2 marokkanische Erzieherinnen für ein zweiwöchiges Praktikum nach
Deutschland eingeladen, um sie umfassend über alle vergleichbaren Bereiche in deutschen Einrichtungen etc. zu informieren. Dieses Praktikum, gefördert durch das BMFSFJ, fand bereits im Juli 2002 statt; direkter Programmpartner war die „Hardtstiftung“ in Karlsruhe, eine Einrichtung der Evangelischen Kirche für Mädchen und junge Frauen in schwieriger Situation.
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